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Sepia

Trainingsanzüge

Bei diesem Blogeintrag widme ich mich dem Trainingsanzug bzw. dem Tracksuit. Der Sport- oder Jogginganzug, wie er auch von vielen genannt wird, hat in den letzten Jahren enorm an Attraktivität dazugewonnen und seinen Platz im High-Fashion-Bereich gefestigt. Global betrachtet fand der Ursprung definitiv in Großbritannien, eher gesagt in London, statt. (Und das auch wegen den Spice Girls 😀 )

Die junge Bevölkerung fand Gefallen am „Cleanen“ Design der Sportanzüge. Sei es von Adidas, Nike,Puma oder sogar Kappa, einen Tracksuit findet man in so ziemlich jedem Kleiderschrank im Norden und Westen Londons. Herauskristallisiert hat sich dort drüben insgesamt jedoch die Teamweartrainingsanzüge.

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Grime-Legende und Mann-der-Stunde Skepta und seine „Tracksuitmafia“ sind mitverantwortlich für die Entwicklung und Nachfrage gewesen. Die schlichten und komfortablen Anzüge verleihen der Crew einen sportlich-eleganten Touch. Ein bisschen mehr Farbe bringt derweil Grime – Newcomer Stormzy mit sich, der durch das Tragen von etwas lebhafteren Colorways und Motiven auffällt, was aber auch mit seiner Zusammenarbeit mit Adidas Originals zu tun hat. Abzuwarten bleibt, ob Patta noch mehr Variabilität in die City bringt und mit ihrem jüngst in London eröffneten Store scoren kann. Das Potenzial dazu besitzt das Label aus Amsterdam auf jeden Fall.

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Kommen wir nun zu Deutschland. Im Heimatland von Adidas und Puma spielen Sportanzüge schon immer eine große Rolle und das nicht nur auf dem Fußballplatz und in der Leichtathletik. Der Auslöser für den neumodernen Hype war mit großer Sicherheit die 187 Straßenbande, die eigentlich in KEINEM ihrer Videos oder auch sonst ohne einen klassischen Lacoste-Trainingsanzug zu sehen sind. Der Einfluss reicht dabei weit über die Grenzen ihrer Fanbase hinaus. Was Teamwear betrifft stehen Paris Trainingsanzüge auf der Liste der Nachfrage ganz oben und sind auf vielen Schulhöfen zu sehen. Kleinere Vereine bekommen in der Szene durch Vorreiter wie Celo & Abdi, Nimo und Hanybal ihre Aufmerksamkeit und polarisieren.

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Auf Designer-Ebene hat sich außer Gosha Rubchinskiy und Astrid Andersen noch keiner so wirklich an die Sache getraut. Ersterer brachte bei seiner Spring/Summer 2016 Kollektion Ober-und Unterteil in drei verschiedenen Colorways auf den Markt, wobei der Neonfarbende hinter dem Dunkelblauen und Roten in den Schatten rückte. Sein Händchen für diesen Bereich bestätige der russische Designer in seiner Spring/Summer 2017 Kollektion mit einer Kollaboration mit Sergio Tacchini. Das sehr schlicht gehaltene Stück kommt in einem angenehmen Rot daher und wird mit schwarzen Elementen ergänzt.

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Mit ihren sportlich und leicht verspielten Tracksuits sicherte sich Astrid Andersen schon vor über zwei Jahren bekannte Gesichter wie z.B. A$AP Ferg. In ihrer Spring/Summer Kollektion für 2017 sind wieder zwei gelungene Pieces zu sehen, die für sich sprechen sehr gut gelungen sind.

Abschließend zu sagen bleibt, dass wir uns alle einig sind : wir brauchen mehr Designer, die sich an Trainingsanzüge oder auch Windbreaker und Zip-Oberteile herantrauen.

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Author: Julian Zimmermann

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