Wie pleite ich im November war

Es ist normal, dass irgendwann mal das Geld knapp wird. Die Zeit vergeht, es vergehen Monate über Monate. Die anderen Monate sind belanglos. Wir kommen zum November. Was für ein herrlicher Monat. Es ist kurz vor Ende des Jahres, es schwirrt einem im Kopf, was man sich für das Jahr 2017 vorsetzen möchte. Was ich mir vorsetze, liegt klar auf der Hand. Der November, war mit Abstand der hässlichste Monat und mit hässlich sind meine Finanzen gemeint. Staubkörner in meinem Geldbeutel, Beträge die nicht von meinem Kontostand abzuheben sind – das übliche. Kaum war das Geld auf meinem Konto – war es weg, so schnell weg, wie nach einem one night stand. Da fragt man sich, wo das ganze Geld flöten geht und das schon am Anfang des Monats.

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Man überlegt und überlegt, Klamotten wurden auch nicht in Tonnen erworben, für PlayStation-Spiele ging auch nicht wirklich viel drauf. Weiter und weiter überlegt man – die Zeit vergeht. Bis man den Übeltäter findet. Es war der verfluchte Führerschein und die verdammten Fahrstunden, die mich abstürzten ließen. Schon blöd, wenn man einmal durchfällt, ist ja nicht teuer – wenn man reich ist. Einmal durchgefallen und dann erneut die Fahrprüfung versuchen. Zweiter Versuch: Geschafft, alles lief zu meinen Gunsten, dennoch kann ich mir von dem Führerschein kein Essen kaufen.

Im Normalfall, wird das Konto überzogen (kennen wir alle). Zum überbrücken, bis das Gehalt, worauf man wartet, überwiesen wird. Wenn die Bonität schon ausgeschöpft ist, klappt es besonders gut, das Konto zu überziehen. Ich musste mir von mehreren Person mehrere Geldbeträge ausleihen. Ich erkläre meiner Mutter, die derzeitige Situation. Sie zückte ihren Geldbeutel und gab mir etwas – Danke Mama. Leider, reichte das nicht, weil ich es wieder zum Fenster hinauswarf wie ein Trap-Musiker. Gelebt in Saus und Braus. War mit einem Kumpel unterwegs und er meinte, ob wir zu dem Secondhand-store wollen, indem wir regelmäßig einkaufen(beide pleite). Daraufhin antwortete ich: „warum nicht“. Umgeschaut, wollten uns nichts mitnehmen und was sehe ich, eine Gucci-Hose. Die Hose hat einfach den Schnitt, nach dem ich verzweifelt suchte. Der gute Kumpel gönnte sich eine exquisite Lammfelljacke, wir wussten, wenn wir uns das kaufen, ist es vorbei mit uns. Er konnte ja noch sein Konto überziehen, bei mir sah es etwas anders aus. Wieder auf den Nullpunkt angekommen, Leer, ohne Geld. Wen konnte ich als nächsten anschnorren, fragte ich mich. Ja klar, meinen kleinen Bruder.

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So gütig, wie er ist, lieh er mir das Geld. Dieses Geld ging schneller weg, als warme Semmeln. Jetzt stand ich wieder da. In einer Woche würde es wieder Geld regnen. Was nun tun? Essen von daheim mitnehmen, wie ein Schuljunge? Das tat ich auch. Wie dem auch sei, schnorr ich mich trotzdem durch die Belegschaft – dafür war ich bekannt aber jetzt, da ich kein Geld mehr hatte, musste ich das feinfühliger angehen. Fast jedesmal, wenn ein Mitarbeiter in Pause war und ich zauberhaftes Essen roch fragte ich: „Oida bro, magst du mir nichts von deinem essen abgeben?“. So lieb wie Sie waren(lieben uns alle) gaben sie mir stets was von Ihrem essen ab. Sehr gütig. Dann war auch schon der Monat rum, jetzt schreiben wir Dezember und hiermit sage ich(bzw. schreibe) my last year being broke.
Bildquelle: Google
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Moubsen

Good Fashion -Bad grammar

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