MOUBSEN x CONVERSE

Die Social Media-Welt ist eine Parallelwelt voller Hoffnung, Glück und Selbstjustiz. Manche posten Selfies von sich mit dem herzzerreißenden »Dog-Filter« (danke dafür Snapchat), andere wiederum posten stolz, in einer ungewöhnlich zerbrechlichen Haltung lame Outfitbilder von sich selbst. (Ich z. B.) andere nutzen die Social Media Funktionen, um ihr eigenes Ding ins Rollen zu bringen – in einer noch bisher unerforschten Sphäre der Social Media Welt (ich).

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Nun gestaltet sich das Ganze teilweise als kniffelig, weil man einen Mangel in der Followerzahl hat. Um diesen Mangel in der Funktion auszugleichen ist es von dringender Wichtigkeit Kontakte zu knüpfen. Ob in der Social Media-Realität, die gar nicht mal so »real« erscheint oder in der echten Welt. Man muss über seinen gemütlichen, faulen und negativen Schatten springen und es einfach tun.

Nach den Sternen zu greifen und sich die Sterne herunterzerren, die einem zustehen. So lernte ich Paula von Converse kennen. Zunächst in der virtuellen Eierschale, im Nachhinein auf einer wie immer einladenden und aufregenden Tintermezzo. Nun darf ich für eines meiner Lieblingsbrands diesen Roman hier verfassen und wieder in „dieser ach so“ zerbrechlichen Pose posieren.

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Aber nicht barfuß, sondern in einem der revolutionären 70s Chucks und dem Jack Purcell, der selbstverständlich auch unmodifiziert wurde. Die von Gott gesandten Geschöpfe schimpften und beklagten sich, weswegen die Chucks so schrecklich ungemütlich seien. Klar sind Sie ungemütlich. Die klassischen Chucks, die wir lieben und kennen, bestehen aus einer vulkanisierten Gummisohle und aus Segelstoff, da fällt der Komfort eher in den Hintergrund. Um diese Komfortzone in den Vordergrund der Bühne zu bringen, entsprang der 70s Chucks aus der Phönixasche hervor.

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Eine komplette Lunar Innensohle ist in ihm versiegelt und sorgt für den Komfort, den man bei der klassischen Variante nicht kennt. Die Außensohle verspürte auch einen leichten Wandel in dem man sie einen Ticken massiver gestaltete. Um den massiven Look der Sohle zu betonen, umrandete man sie mit einer Lack ähnlichen Substanz (wahrscheinlich ist es Lack), der die Sohle um Welten hervorhebt. Nicht nur der klassische »Chuck« vollzog diese Modifizierung, auch der Jack Purcell begleitete ihn auf die Reise zur Vollkommenheit.

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 Dasselbe Programm wurde vollzogen. Eine Lunar Innensohle; die Lack Ummantelung; aufbereitetes, verstärktes Canvas.

Um das Shooting vielfältiger zu gestalten, tätigten wir diese in Berlin. Da wir die Fashion Week wahrnahmen, kam uns das gut gelegen. Die Bilder sollten: polarisieren, implodieren und detonieren

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Umhüllt in dunkler Kleidung präsentierte ich den gelben 70s Chucks, um das Hauptaugenmerk auf ihn zu richten. Schwarz spiegelt die gelbe Farbe sehr gelassen und ruhig wider. Damit das »Men in Black Dress« nicht ganz in Dunkelheit untertaucht, kam das, tot gerockte“ Berliner-Touristen T-Shirt zum Einsatz, um dem noch eine verruchte Note an Farbe zu verleihen. Den Jack Purcell stellte ich in dem sanften Nadelstreifenhemd in Szene. Zu einem ruhigen, sanften, gelassenem Hemd, darf natürlich keine schwarze Hose fehlen. Es ist ein recht sauberer Look. Keine prints, keine distressed looks, keine patches. Da der Look so „clean“ erscheint, zerstöre ich den cleanen-look mit meinen verruchten, pinken-Haaren, um den „Office-Look“ straßentauglicher zu gestalten.

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Fotos: Kaluediary

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Moubsen

Good Fashion -Bad grammar

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