Starterpaket: Der Münchner Fuckboy

Die Bekleidung von Zara; die Frisur vom Hauptbahnhof-Barber; die Caps von Dsquared und die Schuhe am besten von schlechten Designermarken, für die kein Schwein mehr Interesse heuchelt. Schlecht gekleidet schlendern sie durch die Straßen Münchens. Skinnyjeans, die so eng sind, dass der Dickprint betont wird und ihnen das „Gehen“ erschwert. „MCM-Designerschuhe“, die so hässlich sind, dass man nicht den richtigen Ausdruck für diese fürchterliche Zumutung findet.

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Jeden Samstag im Crowns am Posieren mit ihren lächerlichen Belevdere-Flaschen. „Wer hat die meisten Flaschen geöffnet“, -dieser Ausdruck schwirrt mir durch den Knopf, wenn ich an meine düsteren Tage und diese „Starterpack-Baracke“ denken muss. Jeder sieht gleich aus. Keinen Hauch an Individualität, aber sie meinen, sie würden nicht aussehen wie „Jeder“. Dieser spezielle „Modetyp“ hat nun den Geist von Mr. West an den Füßen. Ganz genau. Den Yeezy. Da irgendwann mal ein Fundament der Mode einbetoniert wurde: „Das Yeezy-Vermächtnis“. Deswegen vergewaltigen sie dieses Erbe regelrecht. Sie scheuen sich keinerlei Mühe, diesem Tatendrang nachgehen zu können. Immer „Up-to-Date“, wenn es um die neusten Yeezy-Modelle geht, aber fragen im KICKZ oder anderen diversen Turnschuhläden nach, wann das Release-Date feststeht. „Springen wir gleich alle in einem Topf rein“.

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Zumal der Winter langsam naht und an die Türe klopft, ist es bedenklich, dass man sich dementsprechend ausrüsten sollte. Die erste Ausrüstung, welche einem durch den Kopf geht, ist verständlicherweise die Winterjacke. Da Winterjacken auch eine Art „Prestige“ ausdrücken, ist es bedenklich – „Teuer ist gut; Marken sind gut“. Für welche Marke legt sich der Prototyp „Münchner Fuckboy“ womöglich fest? Die Klassiker natürlich. Woolrich; Parajumper und ab und an auch die Canadagoose. Welches Brand, wird denn dieses Jahr ran-genommen?

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Und tragen diese lächerlichen, schmalen, körperbetonten und hässlichen Hoodies von Superdry, die nichts können, außer den oberen Körperbereich abzudecken und zu schützen. Ein geschwungener Superdry-Schriftzug mit ein paar Ziffern über dem Logo – das war’s. Wenn ich mit einem Logoschriftzug auf einem Bekleidungsoberteil protzen möchte, erwerbe ich mir Supreme, Palace, Stüssy oder andere etliche Streetwearmarken, die den derzeitigen Markt einnehmen, aber nicht mit so einem Abfall wie Superdry, welches ich in dieselbe Unterkategorie mit Ambercrombie & Fitch stecken kann.

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„Marken sind nicht alles“. Dieses Thema wurde unzählige Male in etlichen Facebookgruppen aufgegriffen, bombardiert, diskutiert, stranguliert und vergewaltigt. Klar ist es logisch, dass man sich auch mit Nicht-Trend-Bekleidung hervorragend kleiden kann. Deswegen frage ich die Münchner Fuckboys: Habt ihr denn keinen Spiegel daheim herumstehen?

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Moubsen

Good Fashion -Bad grammar

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