MOUBSEN

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Die Münchner Jugend in der Hauptstadt

Geschichtlich betrachtet ist Berlin wohl eine der spannendsten Städte, die man sich ausmalen kann. Beginnend mit der Rausch der goldenen Zwanziger, Ballhäusern, Schampus und Baströckchen, auf der anderen Seite aber auch die pure Arbeiterklasse, Zeitungshändler, Tagelöhner. Dann, der Krieg, DDR, Teilung Deutschlands. Nach Zerfall der Sowjetunion stand der Osten Deutschlands und Berlins dem Rest der Bundesrepublik zur Verfügung. Das sehr regulierte und beschränkte Leben der Ostblockstaatler zeichnete sich in diesem Teil der Stadt besonders ab: Plattenbauten, 4plus2 Wohnungen und staatlich kontrolliertes Stadtbild prägen bis heute das Bild von Ostberlin. Für Künstler und allerhand Volk aus den extremen Spektren der Gesellschaft war dieser Teil der Stadt jedoch ein Paradies, das nur wartete von dem kreativen Geist erobert zu werden. Nicht umsonst gab es den berühmten Ausspruch der Hausbesetzer dieser Zeit: KGB- Kohle für den Winter, Gips für die Wände, und Bier. Nach und nach entwickelte sich aus diesem ganzen Gemisch ein Gebilde, welches die heutige Hauptstadt formt und einen ungezügelten, derben Reiz auf Deutschland und Europa ausübt. Ein pulsierendes Zentrum, ein Zufluchtsort für Kreative, welcher die absolute Rohheit und Anonymität, Kaltschnäuzigkeit und Trotzigkeit bietet, die einem sonst nur selten in dieser Dosis begegnet.

Genauso fühlen sich mein Freundes- und Bekanntenkreis und ich immer wieder nach Berlin gezogen. Die Individualität und die Egalität werden dort im höchsten Maße zelebriert, sodass sich Menschen aller Ethnien, Geschlechter, sexueller Orientierungen und Lebenswünsche dort wohlfühlen können. Alles, was sich außerhalb der Norm befindet, wird nicht nur toleriert, es wird mit einem Schulterzucken akzeptiert und als normal empfunden. Das ist für uns als Jugendliche aus München etwas Einzigartiges, denn in der Heimat wird der verurteilende Blick in der Öffentlichkeit nur allzu schnell zur Schau getragen. Auch Berlins Titel als Königin des Techno ist etwas, was es fast unmöglich macht, dort nicht in das Nachtleben mit all seinen Facetten einzutauchen und sich zumindest für eine begrenzte Zeit darin zu verlieren.

@laughingunicorn_
@laughingunicorn_
@positive_fallback
@positive_fallback

Die Auswahl aus meiner Fotoserie diesbezüglich soll natürlich meine Perspektive auf das Geschehen zeigen. Ob Auskatern, Vorglühen, das normale Reisechaos und das Stromern durch die Stadt, es sind alles Momente, die die Stimmung der Szene und schlussendlich der Reise auch bestimmten. Dementsprechend hier die Auswahl mit Titeln, falls vorhanden:

@yogotatara

@yogotatara Pt.2
@yogotatara

Ich habe vor einiger Zeit angefangen, meinen Alltag, Menschen, denen ich begegne oder mit denen ich Begegnungen habe, Orte und Emotionen mit meiner Kamera festzuhalten. Dabei habe ich schon seit meinem Anfang als Fotograf das analoge Medium bevorzugt. Es gibt kaum ein besseres und meditativeres Gefühl, als sich die Bilder im Kopf zu überlegen, den Film zu entwickeln oder ihn dann nach einer quälenden Zeit im Labor abzuholen und das erste Mal das Bild im Gegenlicht zu betrachten. Diese Form hat eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten.

Moubi lerne ich auf einem Event von ONI.STORE kennen. Ich kannte ihn vorher schon aufgrund seiner Tätigkeit als Blogger und mir gefiel die Mischung, welche er auf seinen Kanälen präsentierte. Außerdem, abgesehen von all den schlechten Seiten des Lokalpatriotismus, unterstützt man eben doch gerne Ideen und Kreative aus seiner Heimat!

@learo.sport
@learo.sport

@dieseryungeivan

@dieseryungeivan Pt.2
@dieseryungeivan
@valentinneger- @nicholaslindinger
@valentinneger & @nicholaslindinger

@nicholaslindinger

@laughingunicorn_ Pt.2
@laughingunicorn_

Text: @positive_fallback / Fotos: @positive_fallback

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