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Nazis nerven mehr als Wespen: Der Protestmarsch in Chemnitz

Vor kurzem war so ungefähr aus allen Social Media Plattformen zu entnehmen, dass in Sachsen, um genauer zu sein, in Chemnitz ein Protestmarsch stattfand, bei dem gefühlt alle Nazis aus Deutschland aus ihren kümmerlichen Ecken herausgekrochen sind und sich zusammentaten. Es war gewaltig. Menschen wurden verletzt und fürchteten sich um ihr Leben. Dass man das im 21. Jahrhundert miterleben muss, ist wirklich traurig.

Ich verstehe den ganzen Aufruhr nicht. Warum müssen die Ausländer raus? Warum müssen die Flüchtlinge aus Deutschland raus? Was haben sie euch denn getan? Nehmen sie euch die Jobs weg? Nehmen sie euch Wohnfläche zum Leben weg? Das sind alles aus der Luft gegriffene Argumente, die keinen Sinn machen. Wenn ihr arbeiten wollt und auf der Suche nach einer Tätigkeit zum ausüben seid, na gut dann macht das! Wer hindert euch dabei? Wenn ihr in Saus und Braus leben wollt, tut es, Bitte. Arbeitet hart dafür und versucht euren Lebensstandard langsam aber stetig aufzubessern, mit der Zeit ergibt sich dann der Rest.

Aber warum wird die Schuld, wenn das alles nicht klappen sollte, immer bei anderen gesucht? Immer muss es einen Buhmann geben, auf den man mit seinem Finger zeigen kann, statt sich einfach an die eigene Nase zu packen und zu versuchen das beste draus zu machen. Alle Faschisten, die in Chemnitz auf der Demo waren, sind zurückgebliebene Vollidioten! Das steht denen schon ins Gesicht geschrieben. Haben ihr eigenes Dasein aufgeben und machen andere Menschen dafür verantwortlich, dass ihr eigenes Leben nicht so geworden ist, wie sie es sich vorgestellt haben.

Mag sein, dass euch Ausländer die Arbeitsplätze wegnehmen, mag sein, dass die Ausgaben der Regierung, an die Flüchtlingspolitik zu hoch sind, aber das hält euch dennoch nicht davon ab ein gutes Leben zu führen, sich fortzubilden und an sich selbst zu wachsen.

Die Vergangenheit beweist klar, dass Hass nie zu etwas geführt hat, und es wird weiterhin zu nichts führen. Wir sollten alle an einem Strang ziehen können und uns Gegenseitig unterstützen. Man muss jetzt nicht gleich miteinander rummachen, aber man sollte mit seinen Mitmenschen klarkommen und sich in die Lage des anderen hineinversetzen können, so wie versuchen es zu verstehen, was diese Person durchgemacht hat. Wer will sich denn schon, mit längst vergessener, schmutziger Nazi-Erde einreiben?

Ab da finde ich es traurig, dass einige Leute einfach nicht loslassen können, dass, es tatsächlich Leute gibt, die sich weiterhin mit dieser Erde einreiben, darin wälzen und sich dabei Pudelwohl fühlen und es für „richtig“ halten was sie da tun. Dieses ganze Nazi-Gehabe ist eh eine non-kommunikative Störung, weil man sich ganz einfach nicht in die Rolle des anderen Schlüpfen kann.

Ich weiß noch, als ich es in den Medien gelesen habe; ein älterer dunkelhäutiger Mann (mir ist leider sein Name entfallen), der es tatsächlich geschafft hat, Mitglieder vom KK-Klan abzuwimmeln. In dem er sich einfach mit einigen der Mitglieder unterhalten hat. Das Gespräch fing zunächst locker an und wurde dann ernster. Mit seiner gehobenen Redekunst, hat er es wirklich geschafft, Angehörige vom KK-Klan zur Besinnung zu bringen. Ob das jetzt realitätsecht ist oder nicht, lassen wir mal im offenem Raum stehen. Aber wenn das wirklich stimmen sollte, ist er mein Held. Liebe hat mehr Gewicht als Hass. Nun schütteln wir uns, die alte „Erde“ von unserem Leib ab und haben uns alle lieb.

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Fotos: Roman Kutzowitz

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