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Wie ein Stromschlag: THATBOII Courant Kollektion und das Interview mit Chelo

Wenn man den Namen THATBOII zum ersten Mal hört, muss man zunächst an eine Musikband denken, was gar nicht mal so verkehrt ist. THATBOII ist ein kreatives Kollektiv, dass sich der Mode und Musik hingibt. Erst vor kurzem, ist die neuste THATBOII-Kollektion erschienen, die sich aus acht Pieces erstreckt.

Zwei Hoodies, zwei Tees, ein Hemd, ein Longsleeve, ein Fleece-Halfzip und zu guter letzt eine transparente PVC Brusttasche, welche nicht nicht in diesem Release miteinbezogen wurde, sondern ein separates Erscheinungsdatum hat und am 18.10.2018 rauskommen wird. Um eine klare Linie zu ziehen, sind die aktuellen Pieces von der Courant-Kollektion, mit einem neongelben „Strom“ Branding versehen. „Courant“ ist französisch und heißt ins deutsche übersetzt „Strom“. Der Kopf des ganzen Kollektivs, Chelo, ist momentan elektrisiert und voller kreativer Energie geladen, dass er das visuell umsetzen musste. Womit wir gleich zur genaueren Übersetzung kommen. Und es eigentlich heißen soll, dass Kreativität viele Formen annehmen kann und niemandem irgendwelche Grenzen gesetzt sind. Wenn man etwas liebt und wirklich bock darauf hat, sollte man es einfach tun. So einfach ist es.

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Meine favourite Pieces aus der aktuellen Kollektion, ist einmal das neongelbe Longsleeve, mit den Blitzeinschlägen drauf, weil ich mir das wirklich cool vorstelle in Kombination mit dem Wave Runner von Kanye. Das Hemd sagt mir ebenfalls zu, da ich ein Hemd-Fetischist bin. Ich liebe Hemden. Hemden gehören zu meiner Alltagsgaderobe.

Nun kommen wir zu meinem letzten Lieblingsstück. Das ist die transparente Chestbag, die es so in dieser Form bis jetzt noch nicht gab. Sie wurde exklusiv in München angefertigt und besteht aus hochwertigem premium PVC, bei dem die Träger aus echtem Leder sind. Es ist aus dem Grund noch nicht erschienen, weil es momentan noch in der Produktion steckt. Ihr kennt es ja selbst, wenn man etwas ordentlich machen möchte, kostet es einfach etwas mehr Zeit. Chelo hat seine komplette in Strom geladene, kreative Energie da reingesteckt.

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Ich bin die erste Person, die Chelo interviewt hat. Bislang hat der Kopf der THATBOII-Bande, mit noch niemandem ein Wort über seine Brand gewechselt. Man könnte meinen, dass es ein Moubsen-Exclusiv Interview sei.

Wie ein Stromschlag: THATBOII Courant Kollektion und das Interview mit Chelo

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Also Chelo, was geht man? Hahaha.

Alles gut alter! Hahaha.

Hahahaha. 

Ich habe jetzt keinen Fragebogen oder so erstellt, weil ich ein fauler Bastard bin und stelle dir die Fragen ganz offen. Erzähle doch mal ein bisschen was von dir.

Alles cool! Das ist schon mal eine sehr gute Frage, Hahaha. Mein Name ist Chelo, ich bin jetzt seit drei Jahren hier in München. Mir taugt es hier wirklich sehr gut! Ich mache Musik, mache Mode – ich bin kreativ. Und ich bin aktuell sehr happy. 

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Ja, das glaube ich dir sofort! Hahaha. Wenn man dich in den Social Media Plattformen verfolgt, dann merkt man auf jeden Fall, dass es läuft. Apropos, Mode. Wie bist du auf Thatboii gekommen? Was war deine Intension dahinter? 

Ich bin so der Typ, ich mach einfach. Ich habe Dinge in meinem Kopf, die ich nicht analysieren und auch nicht wirklich beschreiben kann. Ich starte einfach und mache.

Mit THATBOII hatte ich die Idee, ein cooles Kollektiv zu gründen, was nicht nur für Mode steht, sondern auch für Musik und Culture. Musikalisch geht es nicht nur in eine Richtung, das kann man auch auf meinem SoundCloud-Kanal (thatboii.wave) hören. Be open minded and listen to our vibe. Wooorrrdddd! Hahaha

Ich habe auch einen Tumblr Blog, dort reposte ich Bilder, die mir taugen und das Ganze ergibt einen Look. Instagram habe ich auch versucht so zu starten, um einen Look zu kreieren, welcher für THATBOII steht und was ich persönlich feier und dope finde.

Nice.

Also steht Thatboii für die Kreativität?

THATBOII steht für einen Vibe, für einen positiven Vibe und vor allem open minded zu sein. Es steht natürlich auch für Fashion, es gibt ganz viele Dinge, für die THATBOII stehen soll. Ich kann mir da noch so einiges vorstellen…

Geil man! Wie würdest du denn deine Brand definieren? Geht es eher in die Streetwear-Richtung oder eher in die HighFashion-Richtung?

Aktuell würde ich sagen, dass die meisten HighFashion Brands sehr viel Streetwear mit drin haben und auch dort stattfinden. Ich versuche mit THATBOII etwas zu kreieren, das mir selber taugt und das ich eben fühle.

In der aktuellen Kollektion haben wir ein Piece, welches auf jeden Fall in die HighFashion-Richtung geht. Die Brusttasche wurde hier in München produziert und besteht aus Leder und premium PVC.

Die Brand wächst gesund und ich bin selbst einfach mega gespannt, wohin es geht. Es steckt auf jeden Fall viel Gefühl drin, welches widerspiegeln soll, für was THATBOII steht. 

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Das Piece, das du erwähnt hast! Ich finde es richtig, richtig, richtig krass. Was hast du dir dabei gedacht? 

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir eine billige transparente Tasche gekauft. Ich fand die Tasche dope und wollte so eine ähnliche machen mit besserem PVC und eventuell größer. Anfang des Jahres habe ich solche Taschen dann fast schon überall gesehen. Deswegen habe ich mit einem Freund einen Step weitergedacht und wir sind dann auf die Idee gekommen, eine transparente Brusttasche zu entwerfen.

Freunde aus München, die handgefertigte Taschen etc. aus Leder machen, fanden die Entwürfe nice und haben direkt das erste Sample produziert. Bin jetzt mega happy mit der Tasche und habe auch ehrlich gesagt noch nie so eine Tasche gesehen. Und wie gesagt, echtes Leder, Handarbeit – ich bin einfach mal gespannt, wie es so ankommt. Es steckt viel Liebe drin und es ist aktuell safe mein Lieblingspiece.

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Ja man merkt es sofort. Ich habe bis jetzt auch noch nie eine transparente Bag in der Form gesehen. Und ich feier es extrem! Es wird sich auf jeden Fall durchsetzen. 

Die letzte Kollektion, die den Namen „Courant“ trägt – was hast du dir dabei gedacht? Gab es irgendwelche Beweggründe, oder versteckte Botschaften, die du uns mitteilen möchtest? Oder dachtest du dir einfach: ‚Geil, neue Season, ich muss jetzt was kreieren!‘

Also der erste Step bei mir ist immer dass ich Bock habe, etwas zu kreieren, Im Prinzip habe ich die ganze Zeit Bock etwas zu kreieren! Ich habe jetzt schon wieder viele neue Ideen. Never not workin! Hahaha

„Courant“ ist Französisch und heißt Strom. Ich bin aktuell stromgeladen und habe bei der Kollektion auch ein neongelbes Long Sleeve entworfen, das mich an Strom erinnert und sich durch jedes Piece der Kollektion durchzieht. An jedem Piece ist ein kleines neongelbes Label am Start.

Es sind wirklich immer nur kleine Kollektionen, da ich noch nicht die krassen Abnahmemengen beim Produzenten habe und sagen kann: „Hey, jetzt mache ich mal vierzig Pieces und bekomme die auch los“.

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Alles Step by Step. Das wird sich safe mit der Zeit ergeben. Man muss einfach „kreieren.“

Ja voll! Viele fragen mich auch: „Wie machst du das, wie geht das? Wie startet man ein eigenes Label?“ Aber ich glaube der erste Step ist, einfach mal loszulegen. Ich hatte zuerst Bock auf eine Cap und wollte das THATBOII-Logo da drauf ballern.

Ich habe einen Tag nach Plain Caps gegoogelt und habe mir zwanzig Caps nach Hause schicken lassen. Die die mir am meisten zugesagt hat, habe ich verwendet. Der nächste Schritt war dann viele Stickereien anzuschreiben. Bei einer geringen Abnahmemenge ist besticken natürlich nicht gerade billig, aber ich habe dann eine gute und günstige Stickerei gefunden. Als die Caps ready waren, habe ich coole Bilder gemacht, es angeteast und es online gestellt. Da ich schon eine kleine Base hatte durch meinen Musik-Backround und meine Tumblr Page, hatte ich natürlich einen kleinen Vorteil, aber wenn es dope ist und man dranbleibt und macht, dann kommt schon irgendwann Feedback. Also „Machen“ ist auf jeden Fall mein Slogan. Einfach mal nicht so viel labern, sondern loslegen und machen. Durch das Internet und generell in der heutigen Zeit ist es auf jeden Fall einfacher, auch wenn es gefühlt viel zu viel von allem gibt.

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Du sagst es. Durch das Internet ist man einfach krass connectet. Ich sage es auch immer wieder. Einfach die Arschbacken zusammen kneifen und machen. Vor allem leben wir im Jahr 2018, wo jeder irgendwie kreativ sein möchte. Einfach straight durchziehen.

Ja voll! Es ist ähnlich wie das DJing. Habe einem Freund vor einem halben Jahr ein wenig das Auflegen beigebracht. Er wollte es unbedingt lernen und ging mir fast schon auf die Nerven, da gefühlt jeder zweite gerade DJ sein möchte. Bei ihm habe ich aber direkt gecheckt, er hat wirklich Bock. – Ey! Der Typ ist sick jetzt! Krass fokussiert und hat fast jeden Tag geübt trotz full time Job. 

Natürlich ist er noch lang nicht so gut wie ich. Hahahaha.

Hahahahaha.

Nee, aber du weißt was ich meine, hahaha. Er legt ein Halbes-, Dreiviertel Jahr auf und ich kann sagen, dass er weiter ist als manche Leute, die schon bereits seit 5 Jahren auflegen. Er ist Anfang 30, hatte Bock, ist drangeblieben und ist jetzt voll am Start. Und das zeigt, egal wie alt man ist, wenn man dranbleibt und vor allem wenn man macht, wird es schon. 

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Ja! Das ist wirklich so! Wenn man viel Liebe und Engagement reinsteckt, klappt es auch.

Yessir!

Du sagst es man. Willst du meinen Lesern noch irgendwas auf den Weg geben? Hahahaha

Hahahaha, das habe ich ja gerade im Prinzip. Ansonsten – ganz viel Liebe natürlich! Liebe ist immer wichtig. Merci. 

Gerne gerne! Danke dir man!

Fotos: Marius Knieling / Models: Sophia, Samira und Andi / Styling: Lewis und Chelo

2 Comments

  • seeno2cb
    14. Oktober 2018 at 21:11

    Motivation Sunday! Viel Liebe für die Zukunft! Stay focused !

    • Moubsen
      15. Oktober 2018 at 18:27

      DANKE! ✊🏿❤️

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