MOUBSEN

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Stüssy Hommage: Moubsen’s Stüssy Lookbook

Stüssy wird den meisten Streetwear-Fetischisten wohl ein großer Begriff sein. Da es neben Supreme und Palace, einer der dominierendsten Marken im Streetwear-Regime ist.

Shawn Stüssy, oder auch „Stussy“  genannt, hat fast wie jeder stinknormale Mensch seine Brand aus dem nichts erschaffen. In den frühen 80ern startete er den Verkauf von Surfbrettern, am Laguna Beach, mit seinem Namen darauf, und bewarb diese mit seinen T-Shirts, die den Aufdruck von seiner Unterschrift trugen. Welche wir heute als die Stüssy Basic Tee’s kennen, die so viele Streetwear-Fans tragen.

Sein alter Surf-Kompane, Frank Sinatra, fand es interessant, wie er sein Geschäft handhabte und investierte 5000 US-Dollar in das Geschäft von Shawn und wurde somit Teilinhaber der Firma.

181106_moubi_Styling_stüssy3Shawn wusste damals genau, was die Leute in der Mitte der 80er haben wollten. Sie waren an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr auffallen wollten; Alltagsbekleidung dominierte die Herzen der Leute und somit auch die Art und Weise wie sie sich kleideten. Klassische Kleidungsstücke wurden bevorzugt. So konzentrierte sich Shawn auf schlichte Silhouetten, die gar nicht auffallen sollten. Fast genau so wie bei dem Low-Key Ninja-Look von Bianco.

Anfang der der 90er rutschte Stüssy in die Hip-Hop Szene rein. Die damalige Bewegung sorgte für einen großen Wirbel um die Brand, da Fans innerhalb der Subkultur, genau so sein wollten, wie ihre Idole. Was wiederum für einen riesen Hype innerhalb der eigenen Reihen sorgte.

Shawn musste seine Designs erneut einer neuen Fan-Gemeinde anpassen und spielte mit Grafiken und sampelte einige Sachen.

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Zu der Zeit, war auch das Verlangen nach Edelmarken sehr groß. Chanel und Gucci machten sich einen großen Namen auf der Straße. Auf High-Fashion waren die meisten Hip-Hop-Künstler aus. Nur waren die Klamotten der Luxusmarken für den Winter überhaupt nicht geeignet und die Meisten froren sich den Arsch ab. Parallel war noch ein anderer Trend auf den Straßen bemerkbar; und zwar, dass Drogenhändler, Carhartt und Timberlands anhatten, um der Kälte zu entkommen. Und somit haben sie ihren eigenen coolen Drugdealer-Style kreiert.

Shawn wollte ein Medium zwischen diesen beiden Welten erschaffen. Das Aussehen einer High-Fashion Brand und die schützende Wärmefunktion einer Streetwearmarke.

Die Marke wuchs stetig und viel mehr Leute zeigten Interesse an Stüssy. Shawn bereiste die Welt um sich neu inspirieren zu lassen und traf Leute wie James Jebbia, Hiroshi Fujiwara und und und…

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Natürlich gibt es noch mehr wissenswerte Fakten rund um das Thema Stüssy. Aber da wäre ich wohl nicht der erste, der sich seine Finger wund schreibt. Die Infos könnt ihr auch ganz einfach googeln.

Zum krönenden Abschluss, noch eine kleine persönliche Story von mir in Relation mit Stüssy.

 

Stüssy Hommage: Moubsen’s Stüssy Lookbook

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Meinen aller ersten Bezug zu dieser Marke hatte ich nicht im Internet, so wie die meisten jungen Streetwear-Fans. Als ich vierzehn Jahre alt war, arbeitete ich in einem Münchner Streetwear-Geschäft Namens 874 in der Münchner Innenstadt die damals auch schon Stüssy in ihrem Sortiment hatten. Das erste Klamottenstück, welches mein Interesse an Stüssy weckte, war ein Westernhemd von Dickies in Kooperation mit Stüssy. Stüssy wusste schon damals, wie sie mit ihren Karten zu spielen haben und taten sich mit einer Handvoll cooler Brands zusammen, um aufregende Kooperationen ins Leben zu rufen. Wenn ich mich recht erinnere hatten sie 2011 auch eine Bape-Kollaboration. Ich müsste noch Zuhause irgendwo eine Tüte von der Kollektion herumliegen haben.

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Die Kooperationen dienten auch das Schiff in die Richtung zu steuern, in die sie wollten. Mit ihrer allerersten Sneaker-Kollabortion in Zusammenarbeit mit Nike, schafften sie es im Jahr 2001 in die Sneakerhead-Gewässer und das mit Erfolg. Das Feedback war so gut, dass Stüssy sich nicht auf dem Erfolg ausruhte, sondern James Jebbia im Namen von Stüssy beauftragte sich wieder mit Nike zusammenzuschließen, um im selben Jahr einen Nike Dunk High zu erschaffen, welcher auf 3000-5000 Stück limitiert war. Der Dunk ging weg wie warme Semmeln. Trotz der schwachen Internetpräsenz, der damaligen Zeit war er innerhalb von zwei Tagen sold out.

Stüssy war der nährstoffreiche Boden, welcher dazu diente andere Brands gedeihen und wachsen zu lassen. Wenn Shawn damals seine Surfbretter nicht verkauft hätte, würde es wohl ein paar coole Brands gar nicht geben. Als James Jebbia Stüssy verließ, gründete er Supreme und hat somit jedem Hypebeast  einen Hirnschaden verpasst. Eddie Cruz stieg ebenfalls aus und gründete Undefeated, was den meisten Leuten in der Streetwearszene ein glasklarer Begriff sein sollte.

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Egal ob alt oder jung. Shawn hat eine Brand ins Leben gerufen, die sehr viele Geschmäcker befriedigt und einen utopischen Streukreis hat. Natürlich genießt das Label nicht so einen Riesen Hype wie Supreme, dennoch war sie das Fundament für die ein oder andere Marke und hat International ebenfalls für viel Furore gesorgt und brannte sich ziemlich schnell in die Köpfe der verschiedensten Subkulturen ein. Und wenn man der Streetwear-Papa von Supreme ist, hat man es eh geschafft.

Danke für alles, Shawn.

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Photography: Kaj Lehner / Styling: Moubsen / Models: Santi und Ella / Creative Direction: Kaj Lehner und Moubsen

In Zusammenarbeit mit Säck & Nolde, Converse und Arkk Copenhagen

4 Comments

  • Javenhendrix
    13. November 2018 at 5:51

    🌹 keep up the work

    • Moubsen
      26. November 2018 at 22:26

      For sure 🤟🏿❤️

  • dorie
    13. November 2018 at 10:07

    Sehr schöne Bilder und mal wieder interessante Einblicke in eine Marke :9
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    • Moubsen
      14. November 2018 at 23:22

      DANKE! <333

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