MOUBSEN

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Sayonara Sensei – Adrian Bianco

Wenn man an einen Abschiedsbrief denkt, kommt einem zunächst eine Person, die man gut kannte aber verstorben ist, in den Sinn. Jedoch ist das hier glücklicherweise nicht der Fall. Abschiedsbrief hört sich viel zu negativ an. Es ist eher ein Loveletter, den ich verfasse, weil ich Adrian viel Erfolg in seiner neuen Heimat wünsche!

Ich weiß auch gar nicht genau, wo ich wirklich anfangen soll. Adrian war seitdem ich denken kann, eine Riesen Inspiration für mich. Auch schon damals, als ich mich viel mit Sneakern auseinander gesetzt habe und ein Pinroll in gewisser Maßen ein muss war. Seitdem ich denken kann, war er innerhalb der Szene immer einer der authentischsten und coolsten Leute, vor denen man Respekt haben musste.

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Mein Sensei in Crime @mrbianco
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DJ HOT aka @goldketten_manni
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@caizaofnewyork bist du wirlich der Kaiser von New York?

Meine Bewunderung an den ehemaligen Münchner-Samurai wuchs, als ich gehört hatte, dass er sein Jura Studium abbrach, um das zu machen worauf er bock hatte. Er verkaufte all seine limitierten Sneaker, packte seine sieben Sachen und zog nach Berlin.

Dort musste er anfangs auch kämpfen und strugglen. Machte sich aber ziemlich schnell einen Namen in der Berliner kreativ Szene.

Wenn man die Story zum ersten Mal hört, denkt man sich als Außenstehender: „Was ist das für ein Vollidiot? Er ist kurz davor das Studium erfolgreich abzuschließen und bricht es einfach ab?“

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Tattoos sind schon eine coole Sache @goldketten_manni & @mrbianco
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@strippernelli strippst du wirklich?
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@constantintran ist einfach nur Boss

Jetzt ist er der größte Motherfucker und lebt seinen surrealen Traum in Japan, der ihm so vorkommt, als wäre es ein nie endender Anime. Jeder Mensch hat irgendwelche Ziele oder Träume und ich weiß, dass es leicht gesagt ist, aber wenn man seine Träume verwirklichen will, muss man aus seiner Komfortzone raus und etwas tun, dass einen voranbringt. Selbst wenn man anfangs in den sauren Apfel beißen muss. Irgendwann fängt auch der saure Apfel an zu schmecken. Und man genießt ihn in vollen Zügen, weil man wusste warum man reinbiss.

Danke für alles Bruder. Danke, dass du mich unter deine Fittiche genommen hast  und mir ständig sinnvolle Ratschläge für den Blog gegeben hast! Danke, dass du mich ständig in Schutz nahmst, wenn man mich für meine damaligen Blogeinträge in der Luft zerriss.

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@schwaboswissenwerderbaboist aka coole Schuhe
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@schwaboswissenwerderbaboist und @goldketten_manni’s Frau @lauricho_

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Sayonara Sensei – Adrian Bianco

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Also Adrian! Eine Freundin von mir fragte mich mal, was mich ständig motiviert und welche Leute meine Idole sind und ich musste direkt an dich und Mago denken.  Mago finde ich aber nicht mehr relevant, weil er kaum was macht, was ich wirklich schade finde.

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 Sehr lieb. Danke!

Er war früher dein Vorbild und ich finde dich jetzt 10 Mal cooler. Ich fand dich schon davor 10 Mal cooler. Ich find allein schon von der Inspiration – von den Anziehsachen, du ziehst dich halt einfach anders an. Du machst halt dein eigenes Ding. Du machst zu 100% dein eigenes Ding! Es gibt niemanden der Moubi ist.

Hahahaha. Danke, danke!

Und du lebst in einer Stadt, wo die Leute zu 100% gleich aussehen, das ist schon Kunst. Du brauchst weder Marken sonst noch irgendwas. Du bist komplett Marken unabhängig. Du ziehst dich immer gut an. Egal ob’s vom Flohmarkt ist oder sonst woher.

Marken Jucken mich eh nicht so. Klar, ist es irgendwo wichtig, aber man kann aus jedem Piece was machen, wenn man eine Vision hat. Ob es jetzt von einem Secondhand-Store ist oder einer teuren Boutique – es ist völlig egal.

Man sieht halt bei dir, dass man sich mit seinem eigenen Stil anziehen kann und man sich nicht voller Marken wappnen muss.

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Danke. Was ich dich noch fragen wollte, für Leute die dich kennen und dich jeden Tag verfolgen ist das zwar klar, aber meine Leser kennen dich nicht. Was motiviert dich denn jeden Tag? Warum stehst du jeden Tag auf? Was ist deine Mission? 

Das war der Freundin extrem wichtig zu wissen, was meine Idole motiviert. 

Weil ich einen typischen Weg gegangen bin, dass ich zuerst studiert habe. Ich wollte das erst gar nicht zu Ende machen. Es hört sich zwar blöd an, aber ich wollte nicht, dass das normale Leben auf mich wartet. Ich habe irgendwann Mal den Satz gesagt: „a normal life is not an option”. Und dafür stehe ich auch. Ich möchte mein ganzes Leben kreativ verbringen. Kreativ arbeiten. Mit jungen Talenten vor allem. Wenn man einen anderen Weg geht, muss man krass viel investieren. Und da muss man auch irgendwie sein eigenes Ding durchziehen.

Was mich so motiviert, die Nachricht, die du mir gezeigt hast: „Mach dein Ding“. Dass du junge Leute inspirierst, auch wenn es sich ein bisschen blöd anhört – es gefällt mir extrem. Und das man überall auf der Welt nette Leute kennenlernen kann! Follower sind nicht nur „Follower“. Es sind zum Teil Familie und Freunde und einfach Connections. Irgendwie erfüllt es mich, wenn ich einen Artikel schreibe, auch wenn ich damit nichts verdiene. Ich fühle mich gut, sobald ich auf den Upload-Button drücke. Und eigentlich motiviert es mich einfach nur ich selbst zu sein. Du selbst zu sein – einfach real zu sein.

Auf jeden Fall!

Ich hätte da noch eine Frage. Die ist zwar eh unnötig, aber drauf geschissen – warum verdammt nochmal Tokio?! 

Als Kind hatte ich schon eine Affinität zu Animes. So wie du auch. Viele Animes geguckt. Ich war zu 100% kein happy Kind. Durch die Animes/Mangas konnte ich mich in eine andere Welt flüchten. Es hat mir sehr geholfen mich in eine andere Welt hineinzuträumen. Deswegen war ich schon immer so von Tokio besessen, weil ich das cool finde, dass du da nerdig und anders sein kannst und es dazu gehört. Wenn du hier einem sagst, dass du Mangas liest, denken sie gleich du wärst ein Kind.

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Ja, das kenne ich zu gut.

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Als ich vor drei Jahren in Tokio war, dachte ich, dass alles Fantasie sei, was sie so in den Mangas zeigen und nicht echt. Dann war ich in Tokio und habe bemerkt, dass es noch besser war, als in den Mangas. Und dann habe ich mich in das Land und in die Streetwear-Szene verliebt. Ich bemerkte, dass ich Produkte kaufte und ich mich dadurch definierte, so zur Szene zu gehören. Dann habe ich in Tokio angefangen extrem viel mit Leuten zu machen – zu kommunizieren. Zur Szene gehöre ich nicht nur, weil ich die Sachen kaufte, sondern weil ich mit Leuten zusammenarbeitete und kreierte. Deshalb fühlt sich die Stadt sehr richtig für mich an.

Geil. Danke für das Interview!

Sehr gerne!

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